Volles Haus beim Bürger*innen-Aperitif in Naturns

Die Gemeindeverwaltung hat zur jährlichen Bürgerversammlung geladen und das Interesse war groß: Weit über 100 Naturnserinnen und Naturnser kamen in das Naturparkhaus. Dort stand die Gemeindeverwaltung zu ihrer Tätigkeit Rede und Antwort.

Veröffentlichungsdatum:

02.10.2025

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3 Minuten

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Bürgerversammlung

Beschreibung

Die Gemeindeverwaltung hat zur jährlichen Bürgerversammlung geladen und das Interesse war groß: Weit über 100 Naturnserinnen und Naturnser kamen in das Naturparkhaus. Dort stand die Gemeindeverwaltung zu ihrer Tätigkeit Rede und Antwort.

Bürgerbeteiligung wird in Naturns traditionell großgeschrieben. Neben zahlreichen Vereinen, die sich gesellschaftlich einbringen, gibt es sechs permanente Arbeitsgruppen, zu denen sich alle Interessierte melden können. Fixpunkte sind die regelmäßigen Bürgerversammlungen. Neben den themenspezifischen Veranstaltungen findet ein Mal pro Jahr auch ein Bürger*innen-Aperitif statt, bei welchem allgemein über die Tätigkeit der Verwaltung berichtet wird und auch die Großprojekte vorgestellt werden.

Dabei gab Bürgermeister Zeno Christanell zu Beginn einen Überblick zur demografischen Entwicklung von Naturns. Mit Stand 31. Dezember 2024 zählt die Mittelpunktgemeinde im unteren Vinschgau genau 6051 Einwohner, davon sind 1077 noch minderjährig. Frauen und Männer halten sich mit 3034 zu 3017 ziemlich die Waage. Es gab 2024 mehr Geburten (65) als Todesfälle (24). Neben diesen harten Fakten wartete der Bürgermeister auch mit einigen kuriosen Details auf: So etwa, dass der häufigste Familienname „Platzgummer“ sei – immerhin 148 gehören im weitesten Sinn der Großfamilie an. Die beliebtesten Vornamen sind Maria (108) und Josef (75).

Dann erläuterte Christanell die wirtschaftliche Lage allgemein und jene der Gemeinde im Speziellen. „Noch im Dezember 2024 wurde der Haushalt für das aktuelle Jahr vom Gemeinderat genehmigt. Dieser umfasst rund 15,4 Millionen Euro. Dabei lag die Verschuldung der Gemeinde Naturns am 1. Jänner 2024 bei über 2,1 Millionen Euro, am 1. Jänner 2025 bei 1,5 Millionen und Ende des Jahres werden es nur noch etwas mehr als 1,1 Millionen sein. Die gewissenhafte Politik der vergangenen Jahre trägt deutlich Früchte“, hob der Bürgermeister hervor.

Auch bei den größeren Vorhaben sei man gut unterwegs. „Der Neubau des Kindergartens in der Feldgasse ist Großteils schon abgeschlossen. Die Fertigstellung wird laut Zeitplan erfolgen, sodass im Kindergartenjahr 2026/27 alle vier Gruppen in ihr neues Zuhause einziehen können. Der Plan für den Recyclinghof ist endlich von den zuständigen Landesämter genehmigt, die Finanzierung ist durch Landesbeiträge und den Mehrjahreshaushalt gesichert. Der Baustart ist für 2026 vorgesehen. Die Erneuerung der Erlebnistherme ist in Rekordzeit geglückt, die neuen Angebot werden sehr gut angenommen. Nun sind die weiteren dringenden Sanierungsarbeiten der Technik sowie der Einrichtung einer „Medical Area“ für die Anwendung des Thermalwassers zu planen und schnellstmöglich umzusetzen“, zählt Christanell auf. Viel werde auch in die Infrastrukturen investiert und dank der guten Zusammenarbeit mit der Firma Infranet sei es gelungen die Fraktionen fast komplett an das Glasfasernetz anzubinden. Noch innerhalb 2025 folgt das nächste Baulos in Naturns, welches fast den kompletten Hauptort betrifft. „Mit den Alperia-Umweltgeldern werden bereits in diesem Jahr zwei zentrale Zivilschutzmaßnahmen für Staben und Kompatsch errichtet. Außerdem wurde die Studie zur Verlegung der Hochspannungsleitung in Auftrag gegeben“, unterstreicht der Bürgermeister. Viel Energie habe eine Arbeitsgruppe der Musikkapelle in die Vorplanung für den Neubau des Probelokals und der Erweiterung der Musikschule gesteckt. Darauf aufbauend erfolge in den kommenden Monaten eine Ausschreibung zur Erstellung des Ausführungsprojektes. Christanell zeigte auch auf, wie diese und andere Projekte finanziert werden sollen und verwies darauf, dass aktuell noch nicht für alles ausreichend Geldmittel zur Verfügung stehen, aber man sich um die notwendigen Landesbeiträge und andere Finanzierungsmöglichkeiten kümmere.

Dann folgte ein Überblick zum Thema Wohnen und weiteren wichtigen Vorhaben. Abschließend nutze Zeno Christanell die Gelegenheit vor allem den caritativ-engagierten Organisationen, wie Tafel, Kleiderkammer, Essen auf Rädern und der örtlichen Caritas, zu danken und ihren Einsatz zu wertschätzen.

Im Anschluss an die Präsentation fand eine offenen Fragerunde statt, bei der auch der komplett anwesende Gemeindeausschuss zu einzelnen Vorhaben detaillierter Auskunft gab. Unter anderem wurde angeregt, die Radwege noch besser zu markieren und die Neugestaltung des Rathaus-Parkplatzes aktiv anzugehen. Die Bürgerversammlung klang mit einem spätsommerlichen Aperitif im Bernardin-Astfäller-Park aus, klangvoll umrahmt von der Böhmischen der Musikkapelle Naturns.

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Zuletzt aktualisiert: 02.10.2025, 08:42 Uhr

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